Krankheitsanzeichen beim Pferd
Zu den Krankheitsanzeichen gehören glanzlose Augen, Energielosigkeit und Bewegungsunlust sowie Appetitlosigkeit. Möglicherweise ist das Pferd unruhig und scharrt mit den Hufen oder es steht lustlos mit hängendem Kopf in der Ecke. Seine Schleimhäute können rot oder gelblich verfärbt sein, vielleicht hat es Nasen- oder Augenausfluß und eine erhöhte Temperatur. Die Atemfrequenz kann verstärkt sein, möglicherweise atmet das Pferd hörbar. Gewöhnlich atmet ein Pferd lautlos, lediglich beim rhythmischen Atmen während des Galopps, beim Abschnauben oder wenn das Pferd sehr erregt ist und den Atem geradezu pfeifend ausstößt, darf man etwas hören.
Anzeichen für Bauchschmerzen sind Schweißausbrüche, Scharren und Umsehen nach den Flanken. Möglicherweise wälzt das Pferd sich auch, wobei dieses Wälzen des Kolikers nicht mit dem genüßlichen Staub- oder Schlammbad verwechselt werden darf, welches das Pferd stets sofort vornimmt, nachdem man es auf die Weide oder in den Auslauf läßt.
Die Haut eines gesunden Pferdes ist locker und elastisch. Wenn sie straff und gespannt wirkt und das Haar nicht glatt anliegt, sondern hochsteht und stumpf statt glänzend wirkt, stimmt etwas nicht. Wenn Sie eine Hautfalte anheben, kurz festhalten und dann loslassen, muß sie sich direkt zurückbilden. Braucht die Haut länger liegt wahrscheinlich Flüssigkeitsmangel im Körper vor. Ziehen Sie in diesem Fall möglichst schnell einen Tierarzt hinzu.
Der Mist eines gesunden Pferdes besteht aus lockerer Konsistenz. Das Pferd darf beim Misten keine Probleme haben. Zeigt sich Durchfall oder ist der Kot so fest, daß das Pferd ihn nur mit Mühe abgeben kann, liegen Verdauungsprobleme vor.
Der normale Urin ist klar und fast farblos. Dunkler und flockiger Urin ist ein Krankheitsanzeichen. Beobachten Sie in einem solchen Fall unbedingt, ob das Pferd gut trinkt. Besonders bei Stallwechseln oder auf Veranstaltungen lehnen manche Pferde das örtliche Wasserangebot zunächst ab. Dunkler werdender Urin bei sonst normalem Verhalten ist ein Anzeichen für zu geringe Flüssigkeitsaufnahme. Sie ist zunächst harmlos, kann bei längerer Dauer der Unterversorgung mit Flüssigkeit aber ernst werden.
Bei eintägigen Veranstaltungen wie Turnieren oder kurzen Distanzritten ist es deshalb ratsam, ein paar Kanister Wasser von zu Hause mitzubringen.
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